Vereinsfahrt Leipzig 2016

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Vereinsfahrt  Leipzig vom 25.05. – 31.05.2016


Die Planung gestaltete sich schwierig, denn unser Wanderwart Ulrich stellte bei seiner Vortour mit dem Fahrrad fest, dass die Campingplätze in Leipzig und Umgebung ausgebucht waren, da am letzten Maiwochenende der Katholikentag statt fand. Dennoch ist er in Machern, 20 km östlich von der Stadt entfernt, fündig geworden.
 
Über dem an drei Teichen und an einer Schrebergartenkolonie gelegenen Platz mit viel Wald drum herum, lag noch ein wenig DDR Charme. Ganz besonders im Verwaltungsbüro schien die Zeit stehen geblieben zu sein. Wir fühlten uns alle aber sehr wohl auf dem Gelände, wozu das herrliche Sommerwetter, das leckere Essen mit süffigem Bier in der Schrebergartenwirtschaft und viele nette Sachsen beitrugen.
An Fronleichnam machten wir neun Vereinsmitglieder uns nach Wurzen auf den Weg, denn Ulrich hatte eine Tagestour auf der Mulde bis nach Eilenburg geplant. Die Mulde recht unspektakulär, erst der schlängelnde Mühlengraben mit den befahrbaren Wehren im Stadtzentrum von Eilenburg ließ das Paddlerherz höher schlagen. 24,9 km wurden zurückgelegt.

Am nächsten Tag ging es nach Leipzig in die Innenstadt. Im Stadthafen setzten wir unsere Boote ein und wir paddelten vorbei an prächtigen alten Stadtvillen durch den Elstergraben, passierten das Leipziger Eck um in das Elsterflutbett zu kommen, wo wir am Ende die Boote umtragen mussten, um in die weiße Elster zu gelangen. Wir durchquerten Parks und Auwälder, bogen  in Stadtnähe in den Karl-Heine-Kanal ein, der uns mitten durch das Wohngebiet Plagwitz an vielen sehenswerten Gebäuden und alten Fabriken ( Riverboat, Stelzenhaus, Buntgarnwerke) vorbei führte. Im Cafe´ Kanal 28 einer alten Mörtelfabrik wurden Hunger und Durst gestillt.  Zurück auf der weißen Elster, am Palmgartenwehr vorbei, wurde der Paddeltag mit 13,9 eindrucksvollen Kilometern im Stadthafen beendet.
Den folgenden Tag konnte jeder nach seinem Geschmack gestalten: Kultur war angesagt. U.a. haben wir den in unserer unmittelbaren Nähe befindlichen Stasi-Bunker mit seinen Außenanlagen besichtigt. Gänsehaut pur, nicht nur weil es im Bunker so kalt war.

Eine gemütliche Sonntagstour hatte Ulrich für den letzten Tag geplant. In Markkleeberg setzten wir in die Pleisse ein. Durch den wunderschönen Floßgraben fuhren wir über den Cospudener See bis zum Hafen Zöbigker. 9 km legten wir zurück.
Alle drei Touren waren wunderschön, jede für sich hatte etwas Besonderes: alte Gebäude, viele Wälder und augenscheinlich eine intakte  Natur mit Bieber, Eisvogel, Marder, Adler, und Schwarzspecht.

>> Bilder Leipzig 2016

Text: Ute