Tulpen, Grachten, Kibbeling

3–Generationen-Paddeln rund um Haarlem und Amsterdam, >>zu den Bildern

Da hatte sich unser Wanderwart Uli was richtig Schönes ausgedacht! Die diesjährige Himmelfahrtstour (10. – 13.05.) führte 17 Kanutinnen und Kanuten des KCH zwischen U14 und 70+ nach Holland zum Haarlemer Kanuclub.

Auf dem Programm standen 3 Paddeltouren und ein „freier“ Tag. Nachdem am Donnerstagmorgen die letzten Nicht-Rentner eingetroffen waren und um 10.00 pünktlich neben ihrem Zelt im Boot saßen (!), ging es (zwar nicht sofort, aber direkt!) vom schön gelegenen und ruhigen Kanuclub los.

Brücken, Grachten, Hausboote, Sonne …. der Blick kann schweifen, die Seele baumeln, die Welt ist schön!

Nach zwei Paddelstunden und viel Muskelkraft sollte ein verwunschener Rastplatz mit Gastronomie auf uns warten. Erst mal warteten wir…. Die Mägen knurrten, die Kehlen waren trocken, die Stimmung sank etwas … da kam die Rettung in Form der Pächterin. In kürzester Zeit schaffte sie es, 17 hungrige und durstige Kanuten und nachkommende Gäste mit Appelkoeken und anderen Leckereien zu verwöhnen.

Nach knapp 17 Km ging es durch „Klein-Amsterdam“ wieder zurück zum Vereinsplatz. Ein Besuch im Chinarestaurant inklusive Radtour rundete den ersten schönen Tag ab.

Freitag stand Amsterdam auf dem Programm. Pünktliche Abfahrt, das ein oder andere Navi wollte nicht so recht, aber schließlich waren alle an der Einsatzstelle, etwa 4 Km vor der eigentlichen Innenstadt. Hier gab es alles eine Nummer größer als am Vortag: unterschiedlichste Hausboote, erstaunliche Architektur, jede Menge Rudervereine, Freiluftgastronomie, und mit jedem Kilometer wurde es dichter. Im inneren Ring von Amsterdam mit unzähligen Brücken und Grachten war kaum ein Plätzchen ohne Radfahrer und Besucher zu finden. Gut, dass wir auf dem Wasser unterwegs waren!

Wir 17 Kanuten mit 9 Booten und Vereinskleidung gaben wohl ein so reizvolles Motiv ab, dass alle paar Sekunden eine Kamera auf uns gehalten wurde (das hätte unseren Verein finanziell retten können, pro Foto 1 €!!).

Die Suche nach einem Anlegeplatz gestaltete sich äußerst schwierig, und das nach dem sehnsüchtigen Blick auf Hunderte von Freiluftcafés. Irgendwann klappte es ….. und jetzt ging die Sucherei nach freien Plätzen richtig los! Nach 1 ½ Stunden trafen sich alle gestärkt wieder für viele weitere Runden durch Grachten, „Einbahnstraßen“, zwischen hupenden Schiffen und niedrigen Brücken, und endlich wieder in ruhigere Gewässer.

Und dann noch ein schöner Ruderclub mit Anleger! Eis, Bier, Hinlegen und wieder aufraffen (schwer!) für die letzten Kilometer. Aufladen, Kanuclub, Bier genießen am Wasser!

Ein gemütlicher Abend mit Kochen und Klönen beendete den zweiten Tag.

Samstag: ausschlafen! Gemütlich frühstücken! Und ausschwirren… nach Haarlem mit dem Rad, Kibbeling essen auf dem wunderschönen Markt, zum Keukenhof mit dem E-Bike, relaxen, lesen, kochen. Auf Neudeutsch: Chillen!! Und das Wetter spielte immer noch mit.

Das sollte sich am Sonntag ändern. Pünktlich nach Zeltabbau (Klaus und Dorothe) und Packen fing es 3 Minuten nach Abfahrt an zu regnen. Das ist Timing! Die geplante Paddeltour fiel aus, einige reisten ab, andere fuhren noch ein paar Tage ins Blaue.

Dorothe

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